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Abseits eingeschliffener Bahnen

Arena di Verona startet sein Opernfestival 2014 mit Verdis Un ballo in maschera

Verona, 31.01.2014 [Opernreiseführer]. Zur Eröffnung des 92. Opernfestivals in der Arena di Verona steht am 20. Juni die Verdi-Oper Un ballo in maschera auf dem Programm. An sieben Aufführungsabenden dirigiert Andrea Battistoni das Orchester der Arena di Verona unter freiem Sternenhimmel. Die Regie führt Pier Luigi Pizzi.

In der Spielzeit 2014 findet das Opernfestival in der Arena di Verona bereits zum 92. Mal statt. 1913 zum ersten Mal als Opernbühne genutzt, entwickelten sich die jährlich stattfindenden Festspiele schnell zu einem Höhepunkt der internationalen Festivallandschaft. Nicht ohne Grund genießen die Opernaufführungen mittlerweile Kultstatus, entfalten sie doch das perfekte Zusammenspiel von künstlerisch herausragenden Inszenierungen mit dem einzigartigen Flair der antiken Freilichtbühne.

Eröffnet wird das 92. Opernfestival mit Giuseppe Verdi s Un ballo in maschera in einer Inszenierung von Pier Luigi Pizzi, die in Verona 1998 ihre erfolgreiche Premiere feierte. Uraufgeführt wurde Verdis Dreiakter hingegen 1859 in Rom. Bis es endlich soweit war, bereiteten die italienischen Zensurbehörden dem Werk immer wieder Probleme. Denn mit der Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. bei einem Maskenball legt Librettist Antonio Somma sinnbildlich den Niedergang einer Gesellschaft offen, die nur noch in ihrer Maskierung zu funktionieren scheint.

Ein Maskenball, spiegelglattes Gesellschaftsparkett. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Jeder bewegt sich perfekt in seiner Rolle des räderwerkartigen Systems und wähnt sich sicher. Doch plötzlich geschieht ein Mord, hervorgerufen durch menschliche Regungen abseits eingeschliffener Bahnen: Der Herrscher Riccardo (Francesco Meli, Tenor) begehrt heimlich Amelia (Hui He, Sporan), die Frau seines Vertrauten Renato (Luca Salsi, Bariton). Eine Warnung der Wahrsagerin Ulrica (Elisabetta Fiorillo, Mezzosopran) läuft ins Leere, da sie der Angesprochene, Riccardo, missachtet. Einige Verschwörer planen ein Attentat auf den Herrscher und gewinnen Renato schließlich für sich…

Unausgesprochenes und vielleicht Gesagtes, Verstellungen und Missverständnisse, gepaart mit der farbig-expressiven Musik führen unweigerlich zum Finale, das gleichermaßen tragisch wie überwältigend ist und Un ballo in maschera zu einer Sternstunde des abendländischen Musiktheaters werden ließ.

Tobias Lind, Redaktion Opernreiseführer

Ansprechpartner:

Tobias Lind
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 61 31 89 02 847
Fax +49 (0) 61 31 89 02 850
E-Mail tobias.lind@opernreisefuehrer.de

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