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Royal Opera House eröffnet Saison 2014/2015 mit Oper für Ex- Playboy-Model

London, 20.06.2014 [Opernreiseführer]. Die Spielzeit 2014/2015 steht für alles, was das altehrwürdige englische Opernhaus am Covent Garden in Zukunft nicht sein will:
elitär, unnahbar, eine geschlossene Gesellschaft. Gemäß dem Motto „Oper für jeden“ läutet das Royal Opera House am 13. September dann auch seine neue Saison ein und beweist mit Anna Nicole – einer Oper um das ehemalige amerikanische Glamour-Model Anna Nicole Smith – moderne wie überraschend frische Kante. Weitere Spielplan-Highlights sind Puccinis La Bohème mit Anna Netrebko und Piotr Beczala, Verdis I due Foscari mit Plácido Domingo und Francesco Meli sowie Monteverdis L'Orfeo.

Heiß geht es her, bei der Eröffnungs-Gala des Royal Opera House am 13. September 2014. Auf dem Programm steht die Oper Anna Nicole des 1960 in Essex geborenen Komponisten Mark-Anthony Turnage. Auf ergreifende Weise spürt er in seinem Werk dem Leben und Tod des amerikanischen Models Anna Nicole Smith nach. Eine Geschichte um Sex, Erfolge und Skandale und ein Stoff wie gemacht für die Bühne: roh, überraschend, modern. Nach der erfolgreichen Uraufführung 2011 ist Richard Jones Inszenierung erstmals wieder im Covent Garden zu erleben. Es dirigiert der Royal-Opera-Musikchef Antonio Pappano. Karten sind nur für Studenten erhältlich.

Antonio Pappano, der als Musikdirektor mittlerweile auf dreizehn Spielzeiten am Royal Opera House zurückblicken kann, wendet sich am 14. Oktober mit I due Foscari einem Frühwerk Giuseppe Verdis und seinem geliebten italienischen Repertoire zu. Star-Tenor Plácido Domingo wird in der ersten Neuproduktion der Saison die Bariton-Partie des Dogen Francesco Foscari übernehmen. Dieser ist hin- und hergerissen zwischen seinen beruflichen Pflichten und der Liebe zu seinem Sohn Jacopo (Francesco Meli), der des Mordes bezichtigt wird. In einem von Korruption und Betrug bestimmten Venedig muss der berüchtigte Rat der zehn über ihn richten. Die Regie übernimmt der Amerikaner Thaddeus Strassberger.

Weiter im italienischen Repertoire, oder besser zurück, geht es mit einem wahren Highlight der Opernliteratur. Michael Boyd, der ehemalige Direktor der Royal Shakespeare Company, inszeniert Monteverdis Meisterwerk L'Orfeo, welches 1607 im Dogen-Palast von Mantua Premiere feierte. Seine „favola in musica“ um die schöne Euridice und den tapferen Orfeo löste dabei eine regelrechte Revolution aus. Niemals zuvor waren musikalische Kraft und menschliche Emotionen so spürbar wie in diesem Werk. Ab 13. Januar 2015 ist L'Orfeo im Roundhouse in Camden zu erleben mit Gyula Orendt
(Orfeo) und Susanna Hurrell (Euridice). Am Pult steht Christian Curnyn.

John Copleys Inszenierung von Puccinis La bohème (die mit dem Schnee und wohl die bekannteste überhaupt) kommt ab 23. Mai 2015 ein letztes Mal auf die Bühne. Dabei gehört Copleys Inszenierung, die das Royal Opera House seit 1974 zu ihrem festen Repertoire zählt, keineswegs zum alten Eisen. Über 600 Mal wurde sie seitdem aufgeführt. Plácido Domingo und Katia Ricciarelli sangen erstmals Rodolfo und Mimi. Pavarotti und Carreras, Gheorghiu und Alagna, Kovalevska und Rolando Villazón sowie viele andere Spitzenstars folgten. In der kommenden Saison spazieren die russische Sopranistin Anna Netrebko (Mimi) und der polnische Tenor Piotr Beczala (Rodolfo) unter dem Dirigat von Dan Ettinger ein letztes Mal mit Regenschirmen durch das verschneite weihnachtliche Pariser Quartier Latin. Ein würdiger Abgang eines glanzvollen Klassikers!

Tobias Lind, Redaktion Opernreiseführer

Ansprechpartner:

Tobias Lind
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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E-Mail tobias.lind@opernreisefuehrer.de

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